Ich fotografiere Dominas seit über zwanzig Jahren. In dieser Zeit habe ich gelernt: Was vor dem Shooting passiert, entscheidet mehr über das Ergebnis als alles, was ich mit der Kamera mache. Ein gut vorbereitetes Shooting ist ruhig, fokussiert und bringt Bilder, die wirklich zeigen wer du bist. Ein schlecht vorbereitetes Shooting ist hektisch, kostet Zeit und liefert mittelmässige Ergebnisse.
Diese Tipps basieren auf dem, was ich in echten Shootings gelernt habe.
1. Latex und Leder: vorbereitet ankommen
Latex braucht Zeit. Wer ein enges Latex-Outfit anzieht, weiss: ohne Gleitmittel geht es kaum, und der Prozess dauert. Plane genug Zeit ein, bevor das Shooting beginnt. Komm angezogen oder plane mindestens 30 Minuten extra ein.
Wichtige Punkte für Latex-Shootings:
- Outfit vorher zu Hause testen — nichts ist unangenehmer als ein Reissverschluss der klemmt
- Silikonspray oder Latexglanz mitbringen — poliertes Latex sieht auf Fotos dramatisch besser aus
- Auf Kratzer und Risse prüfen — Licht macht jeden Defekt sichtbar
- Mehrere Outfits mitbringen wenn möglich — gibt dem Shooting mehr Bandbreite
Für Leder gilt ähnliches: frisch gepflegt, keine Kratzer, Schnallen und Schlösser in gutem Zustand. Details zählen auf Nahaufnahmen.
2. Make-up: stärker als im Alltag
Kameralicht frisst Make-up. Was im Spiegel dramatisch wirkt, wirkt auf dem Foto oft normal. Für ein Fetisch-Shooting gilt: mehr ist mehr. Dunkle Lippen, definierte Augen, konturiertes Gesicht.
- Lippenstift in dunklen Tönen hält am besten — Rot, Bordeaux, fast Schwarz
- Augenbrauen klar und definiert — sie geben dem Blick Stärke
- Foundation einen Ton dunkler als gewohnt wirkt unter Kunstlicht natürlicher
- Setting Spray mitnehmen — Shootings dauern und Licht wärmt auf
Wer unsicher ist: ich arbeite auf Anfrage mit Make-up-Artists zusammen. Das kann man vor dem Shooting besprechen.
3. Requisiten und Attribute
Eine Domina ohne ihre Instrumente ist wie eine Bühne ohne Kulisse. Requisiten erzählen die Geschichte, die das Outfit beginnt. Bring mit, was zu dir gehört — nicht was du für ein Foto besorgt hast.
- Peitschen, Gerten, Paddles — Oberfläche und Zustand prüfen, Leder gepflegt?
- Handschuhe in verschiedenen Längen geben dem Styling Optionen
- Halsbänder, Ketten, Manschetten als Accessoires für Detailaufnahmen
- High Heels: Absatz prüfen, sauber, stabil — Stilettos wirken am stärksten
Wenige, gute Requisiten sind besser als viele schlechte. Qualität sieht man.
4. Die eigene Energie: was du mitbringst
Das ist der Teil, über den am wenigsten gesprochen wird und der am meisten zählt. Eine Domina, die sich in ihrer Rolle sicher fühlt, braucht keine Anweisungen. Sie stellt sich hin und der Raum ordnet sich neu.
Meine Bitte vor jedem Shooting: Komm ausgeruht. Nicht gehetzt. Ohne Ablenkungen auf dem Handy. Bring die Energie mit, die du in einer Session hast — nicht die Energie eines langen Arbeitstages.
Ich sage meinen Modellen nie, sie sollen posieren. Ich sage ihnen, sie sollen aufhören. Die besten Bilder entstehen in den Momenten zwischen den Posen.
5. Das Briefing: was ich vor dem Shooting wissen möchte
Ein kurzes Gespräch vor dem Shooting ist kein bürokratischer Akt — es ist der Unterschied zwischen Bildern, die hätten sein können, und Bildern die wirklich sind.
Was ich vor jedem Shooting wissen möchte:
- Wofür sind die Bilder? Homepage, Instagram, private Nutzung, Agentur?
- Gibt es Bilder die dich inspirieren — von anderen Fotografen oder aus deiner eigenen Arbeit?
- Was soll ein Fremder fühlen, wenn er dein Bild zum ersten Mal sieht?
- Gibt es etwas, das du nicht möchtest — Körperteile, Winkel, Stimmungen?
Diese Fragen stehen auch in meinem Pre-Shoot Portal, das ich vor dem Termin verschicke. Wer sich Zeit nimmt, sie ehrlich zu beantworten, bekommt bessere Bilder.
6. Location: Studio oder on Location?
Beide Optionen haben ihre Stärken. Im Studio kontrolliere ich alles — Licht, Hintergrund, Atmosphäre. Das Ergebnis ist präzise und zeitlos. On Location bringt Kontext, Tiefe und Überraschungen.
Für Domina-Shootings empfehle ich:
- Studio für klassische Kraft-Bilder, klare Silhouetten, dramatisches Licht
- Urbane Locations für moderne, kantige Ästhetik
- Schlösser und historische Räume für eine feudale, zeitlose Bildsprache
- Natur nur wenn das Outfit dazu passt — Latex in den Bergen ist ein Statement
Ich arbeite in der ganzen Schweiz. Locations besprechen wir gemeinsam im Vorfeld.
Bereit für dein Shooting?
AnfragenHerrschwartz ist Fotograf für Latex, Fetisch und alternative Fotografie in der Schweiz. Studio-Shootings in Zürich, Shootings schweizweit. Preise ab CHF 600.